Voraussetzungen, Ablauf und Teilnahme

Das Programm richtet sich an Menschen im Alter zwischen 50 und 75 Jahren mit starkem Zigarettenkonsum: Sie rauchen aktuell oder haben früher stark geraucht, mindestens 25 Jahre mit einem Konsum von 15 Packungsjahren. Rauchpausen innerhalb dieser Zeit dürfen nicht länger als 10 Jahre gewesen sein.

Wenden Sie sich an eine zugelassene allgemeinmedizinische oder internistische Praxis, die mit Ihnen ein Vorgespräch führt, ihren Gesundheitszustand prüft und Ihnen eine Überweisung ausstellt. Danach vereinbaren Sie einen Termin bei einer zertifizierten Radiologischen Praxis und lassen dort das Low-Dose CT durchführen (Zertifizierte Praxen finden Sie unter www.lungenscreening.info/Standorte ). Die Radiologin bzw. der Radiologe wertet dann die Bilder aus. Bei Unklarheiten wird eine zertifizierte Zweitbefundungspraxis hinzugezogen und anschließend ein gemeinsamer Befund abgestimmt. Die Radiologien bzw. der Radiologe übermittelt Ihnen das Ergebnis….. Den Ablauf im Detail  

Ihre allgemeinmedizinische oder internistische Praxis, die sich an der Lungenkrebs-Früherkennung beteiligt prüft, ob die Voraussetzungen (z. B. Alter, Packungsjahre) erfüllt sind und beurteilt Ihren Gesundheitszustand. Sie erhalten Informationen zum Ablauf der Lungenkrebs-Früherkennung sowie zum Nutzen und möglichen Risiken. Wenn Sie alle Voraussetzungen zur Teilnahme erfüllen, erhalten Sie eine Überweisung.

Anschließend vereinbaren Sie einen Termin bei einer radiologischen Praxis oder Klinik, die eine Genehmigung zur Durchführung der Niedrigdosis-CT zur Früherkennung von Lungenkrebs hat ( www.lungenscreening.info). Dort legen Sie die Überweisung vor. Vor der Niedrig dosis-CT findet ein ärztliches Aufklärungsgespräch statt.

Die Radiologin oder der Radiologe führt das Low-Dose-CT durch: Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden, ist schmerzfrei und leise.

Die Bilder werden nach wissenschaftlichen Standards ausgewertet. Zusätzlich werden sie durch eine zertifizierte KI-Software analysiert. Falls Mensch und KI sich nicht einig sind, wird eine Zweitmeinung aus einem zertifizierten Lungenzentrum eingeholt.

Die Radiologin oder der Radiologe wird Ihnen und – bei Vorliegen Ihrer Einwilligung – Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt in der Regel innerhalb von 14 Tagen nach der Untersuchung das Ergebnis übermitteln.

Bei einem „unauffälligen Befunden“ planen Sie in 12 Monaten das nächste Früherkennungsuntersuchung. Bei einem „kontrollbedürftigen Befund“ schlägt Ihnen die Radiologin oder der Radiologe den nächsten Kontrolltermin vor, bei „abklärungsbedürftigen Befunden“ bespricht die Radiologin bzw. der Radiologe persönlich mit Ihnen die nächsten Schritte, die in einer spezialisierten Praxis oder Klinik stattfinden

Eine jährliche Wiederholung des Lungenkrebsscreenings ist sinnvoll, um Veränderungen in der Lunge frühzeitig zu erkennen. Die Teilnahme ist freiwillig kann aber die Behandlungschancen deutlich verbessern, denn: je früher krankhafter Veränderungen erkannt werden, desto besser ist die Therapiemöglichkeit und damit die Heilungschance. Bei abklärungsbedürftigen oder kontrollbedürftigen Befunden kann der Zeitpunkt der Folgeuntersuchung variieren.

  • Die Radiologin bzw. der Radiologe wertet den Befund nach wissenschaftlichen Standards aus und lässt die Aufnahmen zusätzlich per KI analysieren
  • Bei Auffälligkeiten wird eine unabhängige Zweitmeinung aus einem zertifizierten Lungenzentrum eingeholt.
  • Jeder Befund wird gemeinsam fachlich eingestuft: unauffällig, kontrollbedürftig oder weiter abklärungsbedürftig. Innerhalb von 14 Tagen wird Ihnen das Ergebnis übermittelt
  • Jeder auffällige / kontrollbedürftige Befund enthält einen Vorschlag für das weitere Vorgehen. Hierzu setzt sich die Radiologin bzw. der Radiologe mit Ihnen persönlich in Verbindung

Lungenscreening.info ist eine Initiative des Radiologienetz Deutschland. Zum Radiologienetz Deutschland gehören über 100 unabhängige radiologisch-nuklearmedizinische Praxen mit rund 400 niedergelassenen Radiologinnen und Radiologen. Getreu dem Motto „Gemeinsam stark für unsere Patienten“ hat das Radiologienetz das Ziel, durch Zusammenarbeit und einheitliche Standards das Qualitätsniveau in der bildgebenden Diagnostik aufrechtzuerhalten und auszubauen.

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Das Radiologienetz ist eine Kooperation unabhängiger Radiologen und engagiert sich für optimale Patientenversorgung. Weitere Info unter www.radiologienetz.de

Für optimale Sicherheit in der Diagnostik kooperieren wir bei Zweitmeinungen mit dem Thorax- und Universitätsklinikum Heidelberg